Starke Kinder sagen "Nein"

„Mein Körper gehört mir“ – Neuauflage des Präventionsprogramms gegen sexuelle Gewalt in der St. Josef Grundschule, unterstützt von der Sparkasse Greven und dem Förderverein der Schule-

Traditionell im Zweijahresrhythmus erfolgt an der St. Josef Grundschule das Programm der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, in dem die Schülerinnen und Schüler der Klassen drei und vier lernen, auf das eigene Körpergefühl zu achten und „Nein“ zu sagen.

Was mag ich, was mag ich nicht? Kann ich mit jemandem mitgehen, den ich kaum kenne?

Im Bus rückt ein Jugendlicher einem Kind unangenehm auf die Pelle? Menschen schleichen sich in das Vertrauen des Kindes und berühren es unangenehm?

Hast du eher ein „Ja“- oder ein „Nein-Gefühl“?

Diese und weitere unsichere Situationen werden mit Kindern der dritten und vierten Jahrgänge der St. Josef Grundschule im dreiteiligen Präventionsprogramm geklärt. Auch das wichtige Thema Internet wurde aufgegriffen.

Das Zweierteam der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück brachte einfühlsam neben etlichen aufwühlenden Szenen auch interaktiv ein Lied mit dem Refrain „Mein Körper, der gehört mir allein“ mit, das nach jeder Szene gemeinsam gesungen wurde. Die Theaterpädagogen Bastian Stöppler und Susanne Gorgs: „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler darin stärken, sich zu wehren und ihnen Mut machen, sich Hilfe zu holen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Kinder wissen, wie sie sich verhalten können und dass sie mit jemandem über das eigene „Nein-Gefühl“ sprechen können.“ Deshalb erhalten die Kinder gegen Ende des dreiteiligen Stücks eine „Kinder-Notrufnummer gegen Kummer“, unter der sie anonym sowie kostenlos beraten werden können.

Die Sparkasse Greven, vertreten durch Christian Tophoff, sowie der Förderverein der Schule unterstützen das Projekt großzügig. Frau Thomaßen vom Förderverein der Schule weiß, wie wichtig es ist, die Kinder stark zu machen: „Den Kindern wird durch das Projekt verdeutlicht, dass nicht sie sich schämen müssen, sondern diejenigen, die Missbrauch betreiben. Sie lernen durch viele Beispiele zu unterscheiden zwischen guten Geheimnissen und Gefühlen, bei denen ihr Gefühl „Nein“ sagt“.