Schule der Zukunft - UmweltdetektiveAG

Kleine Klimaschützer im Grevener Westen unterwegs! Grüne Meilen und Umwelt-Sticker

„Klimaschutz statt Klimaschmutz“: Auch mit Kleinigkeiten lässt sich das Klima verbessern. Das übten jetzt die Kinder der Josefgrundschule gemeinsam mit ihren kleinen Teamkollegen aus den Kindergärten St. Raphael, St. Josef und dem Kinderland im Grevener Westen.

Eine Woche lang möglichst kein Auto benutzen und stattdessen auf Fahrrad, Bus und Roller setzen: dieses Vorhaben setzten Kinder und Eltern der Josefgrundschule gemeinsam um, zusammen mit den jüngeren Partnern in den Kitas – über 4.000 „Grüne Meilen“ kamen so zusammen: Eingesparte Auto-Kilometer, die das Klima nachhaltig schonen. Das Engagement brachte ihnen nun viel Lob und Anerkennung von offizieller Seite ein. Am 2. Juli überbrachte Bürgermeister Peter Vennemeyer den Umweltakteuren sein großes Lob! In Begleitung von Klimamanager Olaf Pochert (Stadt Greven) sowie von der Klimaschutzbeauftragten des Kreies Steinfurt, Dagmar Fischer-Moeltgen hatte er auch Geschenke im Gepäck.

Die drei Gäste hatten sich viel Zeit genommen, um mit den Kindern über den Umweltschutz zu sprechen. Sie freuten sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die angeleitet von ihren Lehrerinnen Viktoria Goßling und Elisabeth Knur neben den grünen Meilen auch Stromfresser aufgespürt und Tipps für eine plastikarme Umwelt erarbeitet haben. „Beim Einkaufen achten wir jetzt auch darauf, dass wir so wenig Plastik wie möglich benutzen und Obst und Gemüse kaufen, dass nicht aus weit entfernten Ländern hierhin gebracht werden muss.“, sagt eine Umweltdetektivin der St. Josefschule. Seit drei Jahren wird an der Josefschule in der „Umweltdetektive-AG“ geforscht. Auch dort entstand die Idee zur Teilnahme an der „Grünen Meilen Aktion“. „Wir müssen doch was tun“, sagten die Kinder und suchten nach Aktionen, die zum globalen Umweltschutz beitragen können. Dabei stießen sie auf das Projekt „Grüne Meile“, das seit mehr als 15 Jahren jährlich als Kampagne des Klimabündnisses durchgeführt wird. Und das in der AG erzielte Bewusstsein für eine gesunde Umwelt wird in die gesamte Schulgemeinde transportiert.  

Nicht nur ihre Mitschülerinnen und Mitschüler begeisterten die Umweltdetektive für die Aktion, auch konnten sie die Vorschulkinder dreier Kitas für ihre Idee begeistern. „Nur zusammen können wir eine ganze Menge zum Klimaschutz beitragen“, wissen die Umweltdetektive. Sie stellten den anderen Kindern stolz die Aktion vor und verteilten die kleinen Sammelbuchbroschüren. Das Sammeln der Grünen Meilen und Umweltsticker machte den eigenen Beitrag zu einem nachhaltigeren Mobilitätsverhalten für Groß und Klein begreifbar und honorierte umweltfreundliches Mobilitätsverhalten mit Stickern.

Der Spaß am Erforschen und Entdecken stand dabei im Vordergrund. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima, Verkehr, Regionalität sowie Energiesparen steigerten die Kinder wie deren Eltern ihr Bewusstsein für eine umwelt- und klimaschonendere Mobilität und Lebensweise. Die Ergebnisse sind überwältigend: ökonomisches Denken sowie die Gefahren des Klimawandels wurden den Kindern bewusst. Die Kinder entwickelten sich immer mehr zu kleinen Klimaexperten. 

Alle Beteiligten sind sich einig darin, das Projekt über das Jahr 2019 hinaus weiter zu führen.

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Zertifikat für die Grundschule St. Josef  - Hier gehört das Forschen zum Alltag

Haus der kleinen Forscher, das sei schon richtig. „Aber eigentlich“, sagte Andreas Frede, „müsstet ihr Institut der genialen Forscher heißen.“ So sehr hatte sich der eigens aus Steinfurt angereiste Schulamtsdirektor davon beeindrucken lassen, was die Kinder der Grundschule St. Josef ihm und den anderen Gästen zuvor präsentiert hatten. Einen Ausschnitt aus dem Forscheralltag an der Schule nämlich. Deutlich wurde: Das Ergründen von naturwissenschaftlichen Phänomenen und das Experimentieren sind hier keine Ausnahme, sondern die Regel. Und deshalb hat die Schule die Rezertifizierung zum „ Haus der kleinen Forscher“ bekommen. Zum dritten Mal gab es die begehrte Plakette. 2015 war dies erstmals gelungen. Schülersprecherin Julia Alves hatte dem Besuch zuvor berichtet, was die Schüler schon alles erforscht hatten. Zum Beispiel eine Murmelbahn aus Sand. Das Geheimnis: „Nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser.“ Auch mit Strom und Wasser hatten die Kinder experimentiert, Luftballonraketen und einen Backpulvervulkan gebaut, wie Schülerin Lenja Pfitzner ergänzte. Und aktuell fahren die Kinder voll auf Ozobots und Bee­bots ab, jene zum Teil nicht mal walnussgroßen Roboter, die sich programmieren lassen und beim Abfahren eines Parcours auf Farbbefehle reagieren. „Ihr seid auf einem ganz tollen Weg“, bescheinigte Frede . Schulleiterin Anne Sprakel lobte ihre Schüler („Ihr seid diejenigen, die den Preis verdient haben“) und auch das Kollegium, das den Forscheransatz mittrage und nicht zuletzt mit viel detaillierter Dokumentationsarbeit zur Rezertifizierung beigetragen habe.

Bericht aus WN vom 11.05.2019 (von Oliver Hengst)

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Umweltdetektive der Josefschule - Lernen mit Energie

Die Umweltdetektive der Josefsschule haben sich jetzt von Profis schulen lassen, und zwar im Bioenergiepark Saerbeck.

Wo sind wir denn hier? Da müssen Ole, Marie und ihre Mitschüler der St. Josef-Grundschule in Greven nicht lange überlegen. „Hier ist der Bioenergiepark in Saerbeck und es gibt Photovoltaik-, Biogas- und Windkraftanlagen“, kommt prompt die Antwort. „Das sind alles erneuerbare Energien.“

Keine Frage: Die „Umweltdetektive“ der dritten und vierten Klasse kennen sich bestens aus. Mit ihren Lehrerinnen Viktoria Vutz und Elisabeth Zitzen haben sie sich in Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des offenen Nachmittags mit allen Themen rund um die Erzeugung regenerativer Energien intensiv beschäftigt. Der Ausflug in den Bioenergiepark nach Saerbeck stand für die „Umweltdetektive“ schon lange auf der Wunschliste. Mit finanzieller Unterstützung der Bürgerwind Greven GmbH & Co. KG konnte das Projekt jetzt starten.

Im außerschulischen Lernstandort „Saerbecker Energiewelten“ warten spannende Experimente auf die Mädchen und Jungen. Wie mit Muskelkraft angetrieben kleine Rennwagen über die Carrerabahn flitzen, wie Solarkreisel funktionieren oder eine Biogasanlage fürs Fensterbrett gebaut werden kann, fasziniert die „Umweltdetektive“.

In Forschergruppen experimentieren sie mit Feuereifer und würden gerne alle kleinen Energiewunder mit nach Hause nehmen, um sie ihren Eltern und Geschwister zu zeigen. Stephan Eilers von der Bürgerwind Greven begleitet die Kinder und hilft gerne, besonders beim Basteln kleiner Modellwindräder aus Alltagsmaterialien. „Das macht richtig Spaß“, finden die Grevener Grundschüler und erkunden mit fachkundiger Leitung auch das Innere einer „großen“ Windkraftanlage, bevor es mit dem Bus auf eine interessante Rundreise durch den Bioenergiepark geht.

„Das war klasse“, finden die „Umweltdetektive“ nach zwei energiegeladenen Stunden und sagen „Dankeschön“ den Grevener Windbauern für die Übernahme der Buskosten.

Bericht aus WN vom 21.07.2017