Leben im All - Musicalaufführung des Schulchores

Und wieder einmal: Vorhang auf … zum inzwischen dritten Mal hatte die Josefschule in diesem Jahr vom 26. bis 28. Juni 2017 zur Aufführung eines großen Musicals ins Ballenlager eingeladen.  Einigen Kindern konnte man regelrecht ansehen, wie sie – kaum, dass sie die Bühne betreten hatten – ein paar Zentimeter größer wurden. Sie stellten sich unerschrocken der Herausforderung und wuchsen daran – einige gar über sich hinaus.

Alle zwei Jahre stemmt die Josef-Grundschule ein Musical-Projekt, um Kindern ebendiese Erfahrungen zu ermöglichen. In diesem Jahr kam „Leben im All“ zur Aufführung. Zwei Besetzungen mit insgesamt 85 Kindern luden zu fünf Aufführungen ins Ballenlager. Gast der Abschlussvorstellung am Mittwoch, den 28. Juni: Wera Röttgering vom Verein Herzenswünsche, der einen Teil des Erlöses erhält.

Ein Jahr lang hatte der Schulchor unter Leitung von Heike Weßeler und Emmy Hegemann auf diesen Höhepunkt hingearbeitet. In wöchentlichen Proben hatten die Kinder sich mit dem Inhalt der Geschichte „Leben im All“ vertraut gemacht, die Lieder des Musicals gelernt, sich in einem spannenden Casting für die verschiedenen Hauptrollen beworben und letztlich die ganz unterschiedlichen Charaktere der beteiligten Rollen verinnerlicht und schließlich überzeugend gespielt. Dabei hatte sich quasi von allein ein großes Gemeinschaftsgefühl eingestellt, weil allen klar war: Das ist nur im Team zu schaffen, und jeder von uns ist wichtig, damit dieses große Projekt gelingt.

Wie Schulleiterin Anne Sprakel betonte, habe man sämtliche Aufgaben in Eigenregie erledigt – ein Kraftakt, der nur gelang, weil Lehrerinnen, Eltern, Großeltern und viele weitere Unterstützer bereitwillig Zeit und Herzblut investiert haben, um Kostüme, Bühnenbild, Technik und vieles mehr zu erledigen. „Ein großartiges Projekt“, nannte sie dieses Zusammenwirken. Zu dem natürlich auch die Kinder einen erheblichen Beitrag leisteten. Beispiel: Als es neulich anderenorts hitzefrei gab, wurde an der Josefschule – freiwillig – geprobt, damit am entscheidenden Tag alles sitzt. Wie gut am Ende alles saß, bewiesen die Kinder auf beeindruckende Weise in den jeweils gut einstündigen Aufführungen, in denen „jedes Kind eine tragende Rolle“ habe, wie Sprakel betonte.

Zum Inhalt: Als Opa Galaxos erlischt, macht er seinen Sternen und Planeten Abschiedsgeschenke. Nur das böse, schwarze Loch geht leer aus. Das aber weiß sich auf perfide Weise zu helfen: Es stiehlt Pluto die Kristallkugel. Geht gar nicht – finden die anderen Planeten, die umgehend eine Rettungsaktion einleiten.

Und auch hier wird schnell klar. Es geht nur gemeinsam, alle müssen helfen: die schöne Venus, der Komet XXL, die frechen Sternschnuppen, die hitzige Sonne (die im übrigen eine Schwäche für Zitronen-Eis hat). Die Zuschauer ließen sich von der lebendigen, bunten, rockigen Show begeistern und dankten mit langem Applaus.