Kinderrechte-Aktionstag 2019

Kinderrechte-Vertrag an der Josefschule enthüllt

Kinderrechte – scheinbar selbstverständlich. Aber eben nicht immer und nicht überall auf der Welt. Es ist daher nützlich, sich manchmal diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten bewusst zu machen. An der Josef-Grundschule ist am Freitag als Abschluss eines rund ein Jahr dauernden Prozesses feierlich ein Kinderrechtevertrag enthüllt worden – verbunden mit dem Versprechen, dass sich alle an der Schule daran halten. Den Vertragstext hatten Schüler, Lehrer, Elternvertreter und externe Kooperationspartner gemeinsam erarbeitet. „Wir sind sehr stolz“, sagte Schulleiterin Anne Sprakel. „Höchst beeindruckt“ war auch Bürgermeister Peter Vennemeyer . Der Vertrag sei eine „super Aktion“, wie schon die Friedenstreppe, die kürzlich eingeweiht worden war. An der Josef-Grundschule ist am Freitag als Abschluss eines rund ein Jahr dauernden Prozesses feierlich ein Kinderrechtevertrag enthüllt worden – verbunden mit dem Versprechen, dass sich alle an der Schule daran halten. Den Vertragstext hatten Schüler, Lehrer, Elternvertreter und externe Kooperationspartner gemeinsam erarbeitet. „Wir sind sehr stolz“, sagte Schulleiterin Anne Sprakel. „Höchst beeindruckt“ war auch Bürgermeister Peter Vennemeyer . Der Vertrag sei eine „super Aktion“, wie schon die Friedenstreppe, die kürzlich eingeweiht worden war. Aber was genau steht im Vertrag? Das machten die einzelnen Klassen mit szenischen Darstellungen deutlich: Mal ging es um das Recht auf eigene Meinung, auf elterliche Fürsorge oder auf Bildung, mal sprachen sich die Kinder deutlich für gleiche Rechte für alle aus oder warben dafür, ein „Nein“ auch zu akzeptieren. Gesundes Essen und Recht auf Freizeit – auch das sind Themen, die für Kinder wichtig sind. Und erst recht gilt das für Schutz im Krieg und auf der Flucht. „Wir haben viele Projekte gemacht und gemerkt, dass es vielen Kindern gar nicht gut geht“, erläuterte Schülersprecherin Julia Alves. „Wir alle sollten darauf achten, auch die Erwachsenen, dass die Kinderrechte eingehalten werden“, forderte sie. Monika Wiesmann aus dem Schulleitungsteam blickte auf die Entstehungsgeschichte des Vertrags hin und mahnte an, dass es nicht bei Worten bleiben dürfe. „Wir leben das.“ Im Rahmen der feierlichen Enthüllung in der Schul-Turnhalle führten die Schüler auch einen kurzen Ausschnitt aus dem Musical auf, mit dem sie sich dem Thema Kinderrechte künstlerisch genähert hatten. Der stimmungsvolle Höhepunkt folgt auf dem Schulhof. Alle Beteiligten schickten Hunderte Luftballons (biologisch abbaubar) mit Kopien des Vertrages in die Welt.

Artikel aus WN Greven, 28.06.2019 von Oliver Hengst