Neues Betreuungsangebot an der St. Josef-Grundschule - Josefine schließt eine Lücke

Die „Josefine-Kinder“ freuen sich mit Schulleiterin Anne Sprakel, ihren Betreuerinnen Okzana Herdt. Sabine Mees und Dr. Uta Tölle, Schulamtsleiter Frank Hänel und Sponsor Christian Tophoff von der Kreissparkasse Steinfurt (von links) über das neue Angebot.

Betreuung von 11.30 bis 14 Uhr, bezahlt von den Eltern: Ein solches Betreuungsangebot gibt es seit dem Beginn des Schuljahres 2015/ 2016 unter dem Stichwort „Josefine“ an der Josefsgrundschule. Es entlastet auch die Offene Ganztagsgrundschule.

 „Ihr seid die aller-allerersten, die in diese Gruppe kommen!“ In der Tat: Mit der offiziellen Eröffnung der „Josefine-Gruppe“ an der Josefsgrundschule hat etwas begonnen, was es so in Greven noch nie gab: Eine verlässliche, pädagogisch angeleitete, flexible Betreuung von Grundschulkindern bis 14 Uhr, organisiert vom gleichnamigen Verein und mit monatlich 67 Euro bezahlt von den Eltern. „Die Elternbefragung hier hat ergeben, dass an dieser Betreuungsform großes Interesse besteht“, sagt Schulleiterin Anne Sprakel am ersten „Josefinetag“ am Mittwoch. Darum habe man große Anstrengungen unternommen, um ein entsprechendes Modell zu realisieren. 27 Kinder sind schon von Anfang an mit dabei. „Und darauf sind wir schon ziemlich stolz.“

Zur Erinnerung: In Greven gibt es schon seit Jahren die Offene Ganztagsgrundschule, die in der Regel bis 16 Uhr dauert. Die Nachfrage nach Plätzen steigt von Jahr zu Jahr. „Wir betreuen dieses Jahr 511 Kinder“, berichtete Frank Hänel, bei der Stadt Greven für Schulen zuständig. Doch das Angebot reicht nicht aus. Und darum haben alle Grundschulen in diesem Jahr ihre Angebote neu strukturiert: Martini-, Marien- und Erich-Kästner-Schule haben für die Erstklässler so genannte Tandemklassen geschaffen, in denen Kinder in den Klassenräumen betreut werden. Das spart Neubaukosten. Und Luther- und Josefsschule haben ein zusätzliches Betreuungsangebot von 11.30 Uhr bis 14 Uhr eingerichtet, ebenfalls in den Klassenzimmern. „Es ist uns gelungen, damit eine Lücke zu füllen“, sagte Sprakel – die Lücke zwischen gar keiner Betreuung und einer kompletten Nachmittagsbetreuung. Für die Eltern interessant: Sie können ihre Kinder, im Unterschied zur OGS, jederzeit abholen. „Diese Flexibilität ist uns wichtig“, sagt Sprakel. Allerdings legt sie Wert darauf, dass Eltern und Betreuungspersonal sich absprechen, damit kein Kind einfach verschwinden kann: Ein „Josefine-Handy“ sorgt dafür, dass Absprachen leicht zu treffen sind.

Die „Josefine-Kinder“ sind im Klassenraum der 1 c untergebracht, haben dort eigene Schrankfächer, der Sponsor Sparkasse hat dafür gesorgt, dass Spiel- und Bastelartikel da sind. „Wir werden Wochenprojekte haben“, sagte Dr. Uta Tölle, eine pädagogische Mitarbeiterin von „Josefine“. Ihr zur Seite stehen Sabine Mees und Okzana Herdt, die stundenweise da ist und Krankheitsvertretungen übernimmt.

Hausaufgabenbetreuung und ein Mittagessen sind übrigens nicht vorgesehen. Am ersten Tag stand allerdings besonders Leckeres auf den Tischen im Klassenraum. „Aber Haribos wird es sonst nicht geben“, musste Tölle die Kinder enttäuschen. „Dafür haben wir leider kein Geld.“