Josef Grundschule will mit ihrem Defibrillator Leben retten im Notfall

An einem plötzlichen Herztod sterben in Deutschland pro Jahr 100 000 Menschen, 20 mal mehr, als im Straßenverkehr ums Leben kommen. „Auf die ersten drei bis fünf Minuten kommt es an, da können noch Leben gerettet werden“. Die Anschaffung eines Defibrillators für eine Schule, wo tagtäglich viele Menschen zusammenkommen, liegt also nahe.

Dies ist jetzt für die St. Josef Grundschule im Schulzentrum des Grevener Westens geschehen – dank der Unterstützung etlicher Sponsoren. So steuerte die Sparkasse den Löwenanteil bei und der Förderkreis ergänzte die Deckung der Kosten. Christian Tophoff von der Sparkasse Greven und die Vertreterin des Förderkreises Dr. Uta Tölle überzeugten sich zusammen mit einigen in der Josefschule ausgebildeten Ersthelfern von der leichten Anwendung des Gerätes. Dessen richtige Anwendung führte Hermann Hörst vom Malteser Hilfsdienst vor: Ein Kind liegt bewusstlos am Boden. Was ist zu tun? Aus dem Off ertönen für die Lehrerinnen die Anweisungen, die das Gerät den Helfern gibt: Rettungsdienst verständigen, dann Elektroden auf dem entblößten Brustkorb befestigen, Gerät betätigen, Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung einleiten. . . Eigentlich alles ganz einfach…..

„Viele haben Angst, etwas falsch zu machen. Aber besser etwas falsch machen, als gar nicht zu helfen, das Gerät führt einen sprachlich durch die einzelnen Schritte der Anwendung, es ist ganz einfach und wir sind als Schule sehr stolz, dass wir die Anschaffung mit Hilfe unserer Sponsoren möglich machen konnten.“ Das gesamte Kollegium wurde bereits damit vertraut gemacht.

Zentraler Standort für den Defibrillator ist der Vorraum der Sporthalle, damit auch im Falle eines Herzversagens im Schul- und Vereinssports schnelle Hilfe erfolgen kann.

„Wir wollen hoffen, dass der Defibrillator nie zum Einsatz kommen muss!“