Wer nicht fragt, bleibt dumm

Mit einem Forscherfest feiert die St. Josef-Grundschule die erneute Zertifizierung als "Haus der kleinen Forscher"

Die bereitgelegte Löschdecke wurde ebenso wenig gebraucht wie der Feuerlöscher. "Bei so perfekten Forschern muss man da überhaupt keine Bedenken haben", sagte Schulleiterin Anne Sprakel. Aber Sicherheit geht eben vor. Daher auch der Appell: Nicht zu Hause nachmachen!

Gemeint war ein feurige"Professor Börnie" und sein "Assistent" nachwiesen: Um Zündhölzer anzuzünden, müssen diese nicht direkt mit einer Flamme in Kontakt kommen, die nötige Hitze reicht schon. Beide Forscher besuchen - Professoren-Titel hin oder her - übrigens die dritte Klasse.

Die Vorführung war einer der Höhepunkte unseres Forscherfestes, mit dem unsere Schule am 6. März die Rezertifizierung als "Haus der kleinen Forscher" würdigte. Vor zwei Jahren hatten wir erstmals die Urkunde und die Plakette erhalten, und nun erneut dieses besondere Zeugnis - im übrigen "sehr gut" - für unsere Arbeit erhalten. "Eine ganz tolle Sache, deshalb sind wir auch sehr, sehr stolz", freute sich Anne Sprakel. Dass die Schule schon seit Jahren regelmäßig forsche, und zwar von der ersten bis zur vierten Klasse, sei "einfach großartig". Trotz der bereits vielen durchgeführten Experimente gibt es immer noch viele Wünsche und Ideen, was zeigt dass ein wichtiges Ziel auf jeden Fall erreicht ist: den kindlichen Forschergeist zu wecken.

Forschen nimmt an der Josefschule breiten Raum ein. " Wir machen pro Schuljahr vier bis fünf Experimentiertage für alle Kinder", erklärten einige Nachwuchsforscher dem Besuch - allen voran Schulrätin Monika Eggert sowie Rabea Köhler und Rita Kolvenbach vom Kreis Steinfurt sowie vielen Eltern, die sich in der Feierstunde ein Bild davon machten, was die Kinder im Rahmen der Forschertage so alles anstellen. Licht und Farben auf den Grund gehen, aus demInhalt einer Erfindertüte etwas bauen, das sich bewegt, die Zutaten für eine Geheimschrift herstellen, mit Feuer und Wasser experimentieren - und Rosinen zum Tanzen bringen. "Darüber müsst ihr mir nachher mehr erzählen. Wenn ich in meine Rosinendose zu Hause schaue, da passiert gar nichts", gab sich Monika Eggert überrascht.Eingerahmt wurde die Auszeichnung von Darbietungen der Kinder - vor allem das mehrfach wiederholte Lied "Wer, wie, was - wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt, bleibt dumm" hat es den Kindern offenbar angetan.

Monika Eggert beglückwünschte die Kinder und natürlich auch die Lehrerinnen, die sich mit zahlreichen Fortbildungen fit für die Aufgabe "Haus der kleinen Forscher" gemacht hatten. BEvor man so ein Zertifikat bekommt, muss man ganz viele Fragen beantworten - und das ist viel Arbeit", weiß Rita Kolvenbach. Mit der offiziellen Überreichung der Urkunde an Schulleiterin Anne Sprakel und der Plakette an ihre Stellvertreterin Heike Weßeler schloss das Programm - fast. Denn natürlich gingen auch die Kinder nicht leer aus. Es gab ein persönliches Forscherdiplom für jedes einzelne Kind.