Chorfreizeit in Tecklenburg

Am Donnerstag nach den Osterferien startete der Schulchor der St. Josef-Grundschule unter Leitung von Frau Sprakel und Frau Weßeler mit 67 Kindern von der ersten bis zur vierten Klasse zur Chorfreizeit nach Tecklenburg. Beladen mit großen Erwartungen und dem Gepäck der Kinder, vielen Requisiten und Kostümen, Bällen und Seilchen für die Beschäftigung in der freien Zeit sowie reichlich guter Laune erreichten wir die evangelische Bildungsstätte Tecklenburg gegen 9.30 Uhr. Nachdem alle Betten bezogen waren – gefühlte 100 Betten, erklärte Frau Sprakel – trafen sich alle zur ersten Probe im großen Saal. Nach kurzer Wiederholung einzelner Spielszenen und Lieder stand der erste Gesamtdurchlauf unseres Musicalprojekts „Der kleine Tag“ auf dem Programm, und alle waren konzentriert bei der Sache und sehr gespannt, wie sich der kleine Ausschnitt, in dem jeder einzelne mitspielte, in das gesamte Stück einfügte. Kostüme wurden erstmals anprobiert, Requisiten auf ihre Tauglichkeit überprüft – und natürlich von morgens bis abends viel gesungen und gelacht. Bei herrlichem Wetter erwies sich auch das Außengelände der Bildungsstätte wieder einmal als hervorragend geeignet, um sich hier bei vielseitiger Bewegung im Freien und auch Zeit zum Malen und Träumen von anstrengenden Proben zu erholen und so – fast nebenbei – die Chorgemeinschaft zu pflegen. In der Schule proben immer nur die Klassen 1 und 2 bzw. die Klassen 3 und 4 gemeinsam. Hier jetzt zu sehen, wie viele Kinder der Schule zum Chor gehören, war allein für viele Kinder schon ein besonderes Erlebnis. Die Älteren wachsen hier in die Rolle derer hinein, die die Jüngeren bei  vielen alltäglichen Handgriffen unterstützen, und „die Neuen“  erleben „die Großen“ als hilfreich dabei, ihren Platz in der Chorgemeinschaft zu finden.  Die Botschaft unseres diesjährigen Musicals – es wird nicht gelingen, so zu werden wie jemand anderes, sondern es kommt darauf an, die eigenen Stärken zu entdecken, diese zu leben und in die Gemeinschaft einzubringen – konnten die Kinder hier schon in kleinen Momentaufnahmen wirklich erleben. Das schweißt zusammen – und als große Gemeinschaft, aber müde und erschöpft kehrten alle am Freitag gesund nach  Hause zurück. Wie gut, dass wir am folgenden Wochenende ausschlafen konnten!